Zwischenseminar 2017

Die zweite Seminarwoche im Jahrgang 2017/2018 ist nun auch schon vorbei. Vom 13. - 17. November trafen sich wieder alle Freiwilligen diese Jahrganges am bereits winterlichen Schliersee um in dieser Woche zu den Themen: Berufsorientierung, Zielgruppen im FSJ und Kommunikation zu arbeiten.  

Für die meisten Freiwilligen ist die Einarbeitungszeit in ihrer Einsatzstelle nun gerade erst vorbei, dennoch wird die Frage: Was mache ich nach meinem FSJ? bereits bei vielen jetzt wichtig. Für einige Pläne, wie bspw. eine Ausbildung oder ein Auslandsaufenthalt müssen jetzt bereits die ersten Schritte getan werden, damit im Herbst 2018 auch Realität werden kann. So wurde diese Woche genutzt um sich darüber auszutauschen wer welche Pläne hat, wer sich vllt. schon wo beworben hat und wie man an Informationen kommt.  

In dieser Woche arbeiteten die Freiwilligen auch zu Themen ihrer Zielgruppe und tauschten sich mit anderen aus die auch mit Kindern, Menschen mit Behinderung, in einer Klinik oder mit Jugendlichen arbeiten.

Jede Seminargruppe setzte in dieser Woche auch bereits die Themen, mit denen sie sich in der dritten Seminarwoche Mitte Februar beschäftigen wollen. Nicht leicht sich mit 20 Leuten auf ein Thema zu einigen, aber die Freiwilligen haben es geschafft und für sich folgende Themen entwickelt:
Gruppe A            „Religionskritik“
Gruppe B            „Inklusion“
Gruppe C            „Bildungspolitik“
Gruppe D            „Medienkonsum“
Gruppe E            „Diskriminierung“

Ein weiterer Schwerpunkt in den Seminargruppen waren die Themen Kommunikation und Feedback. Mit verschiedenen Übungen und Praxisbeispielen beschäftigten sich die Freiwilligen mit Kommunikationsmodellen, den eigenen Kommunikationsmustern und deren Auswirkung im täglichen Leben.

Am Donnerstagnachmittag bereiteten die Freiwilligen dann den gemeinsamen Abschlussabend vor, der dieses Seminar unter dem Motto „Einblicke in andere Länder und Kulturen“ stand.

Zwischen den Bildungseinheiten und am Abend hatten alle die Chance an unterschiedlichsten kreativen und sportlichen Angeboten teilzunehmen oder diese selbst zu organisieren. Wer etwas Ruhe vor dem zu Bett Gehen gebraucht hat, konnte auch zum täglichen Nachtgedanken, der immer unter einem anderen Motto steht, kommen.   

Am Freitag haben wir uns schon wieder für dieses Jahr verabschiedet. Wenn wir uns das nächste Mal sehen haben wir bereits 2018 und für das FSJ ist dann bereits Halbzeit.

Wir freuen uns sehr euch im Februar wieder zu sehen!

euer Team vom Fachreferat

 

Projektseminar 2017

Am 8. Mai verschlug es unseren FSJ-Jahrgang auf das vierte Seminar nach Josefstal. In dieser Woche stand die Durchführung eines eigenen Projekts jeder Seminargruppe im Vordergrund.
Das Seminar ist aber natürlich auch ein Ort um die anderen FSJler wieder zu treffen, die man mittlerweile schon besser kennt. Abends und zwischen den Einheiten wird miteinander gespielt, geratscht und gelacht und vielleicht eines der zahlreichen Abendangebote besucht. Und natürlich kann man sich hier auch gut über die Einsatzstellen austauschen, sich gegenseitig unterstützen und vielleicht ein paar neue Ideen geben.
Zweimal wurden am Abend im Großen Saal nach einer Abstimmung Filme gezeigt. Zudem gab es noch Angebote wie „Vikingerschach“ und Traumfänger basteln. Am Abend fand gegen halb elf immer ein Nachtgedanke statt, einmal gab es den zum Nachdenken anregenden Poetry-Slam „Was wisst ihr denn eigentlich schon davon?“.
Am Freitag ging es für uns dann nach der Wochenreflexion wieder in Richtung München Hauptbahnhof zurück, um am Montag wieder in unserer Einsatzstelle zu starten.

Welches Projekt jede einzelne Gruppe organisiert hat und welche Eindrücke und Erlebnisse wir vom Seminar mit nach Hause nehmen, könnt ihr im Folgenden lesen:

Gruppe A

Meine Gruppe A verbrachte den Dienstagnachmittag im Altenheim St. Elisabeth Schliersee. Gemeinsam mit den Senioren verbrachten wir einen von uns organisierten „bunten Nachmittag“ bei einem selbst einstudierten Theaterstück, viel Gesang, Musik, Kaffee und teilweise selbstgebackenem Kuchen. Während des Projekts war jedes Gruppenmitglied wichtig und jeder wurde in die Planung und Durchführung miteinbezogen.
Da in unserer Seminargruppe niemand ein FSJ in einem Altenheim absolviert, war der Umgang mit der von uns ausgewählten Zielgruppe für einige (einschließlich mir selbst) neu und demzufolge auf jeden Fall eine Bereicherung. Unter anderem waren die Gespräche mit den Heimbewohnern und die spontanen Gesangseinlagen derer sehr schön. Am Ende des Projekttages sind wir alle mit einem guten Gefühl wieder ins Jugendhaus Josefstal zurückgekehrt. Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Essen in der Pizzeria ausklingen.
Die Projektreflexion fand am nächsten Tag in Form einer Schnitzeljagd durch ganz Josefstal bis zum Schliersee statt, wo unsere Teamer mit Kuchen, Würstchen und Grillkäse auf uns warteten.
Der Donnerstagvormittag war von der Einsatzstellenreflexion bestimmt. Jeder erzählte von seiner aktuellen Situation in der Einsatzstelle und auch davon wie es nach dem FSJ beruflich weitergehen wird. Andererseits ging es am Nachmittag in die Vorbereitung des „Bunten Abends“. An diesem stellte jede Seminargruppe ihr Projekt auf unterschiedliche Weise vor.

Gruppe D

Wir als Gruppe D (MS High Five) waren im Kinderdorf Irschenberg und haben dort einen Spiel- und Spaßtag veranstaltet. Vorab haben wir schon außerhalb des Seminar einige Sachen geplant sowie vorbereitet und dies im Seminar in den ersten zwei Tagen vertieft. Jeder im Team hatte seine Aufgaben und hat seinen Part auch übernommen.
Als der große Tag schließlich vor der Tür stand fuhren wir alle mit den verschiedensten Gedanken dort hin. Dort angekommen haben wir uns erst einmal umgeschaut und alle Stationen aufgebaut, welche wir auch natürlich verwirklichen wollten. Unsere Angebote waren: Kinderschminken und Frisuren, Tanz und Musik, Freie Spiele, Trinkstation, Sport und Basteln.
Nachdem alles bereit war und so langsam einige Kinder kamen, haben wir mit einem Begrüßungsspiel begonnen und einander besser kennengelernt. Dadurch haben wir das Interesse der Kinder geweckt und zu den einzelnen Stationen eingeladen. Anfangs waren die Kinder natürlich noch zurückhaltender, aber dies hat sich nach wenigen Minuten sofort wieder gelöst. Anschließend war Spaß angesagt. Die Kinder haben von uns eine Medaille bekommen, auf der sie ihren Namen drauf schreiben konnten und jeweils einen Stempel bekommen haben, wenn sie eine Station durchlaufen haben. Zur Abkühlung durfte sich jedes Kind immer und zur jeder Zeit ein Getränk an der Trinkstation holen. Als die Kinder dann als Spiderman, Power Ranger, Ninja Turtle oder Schmetterling geschminkt waren und alle Mädchen eine hübsche Frisur hatten, wurde zu Abend gegessen. Davor aber haben einige an der Bastelstation etwas Schönes gebastelt oder gemalt sowie ihre Power beim Tanzen an der Musikstation oder beim Sport mit den Jungs ausgelassen. Nach so viel Aktion und Spaß gab es schließlich ein Abendessen mit Hotdogs, Gemüsesticks und innigen Unterhaltungen. Zur Krönung haben einige aus der Gruppe ein Theaterstück („Schneewittchen“) vorgespielt und somit den Kindern nochmal ein großes Lächeln in das Gesicht gezaubert.
Uns war Anfangs noch nicht so ganz klar wie glücklich man Kinder mit solchen Kleinigkeiten machen kann, doch als am bunten Abend unser Video ausgestrahlt wurde, wo wir nochmal gesehen haben welche tollen Momente wir hatten und wie ausgelassen die Kinder doch wirkten, waren wir oder zumindest ich sehr gerührt.
Man merkt daran auch sehr was ein freiwilliges Jahr doch so aus einem Menschen machen kann. Denn ich glaube es geht nicht nur mir so, dass man so einiges dazu lernt. Mir wurde sehr schnell klar, dass man in der sozialen Schiene mehr engagierte junge Leute braucht, die sozial beeinträchtigte Menschen, oder was mir persönlich sehr am Herzen liegt, Kindern hilft mehr Spaß im Leben zu haben oder dieser Person soweit es geht mit Glück zu bereichern.
An dieser Stelle DANKE an alle die mir bzw. uns dieses Gefühl ermöglicht haben, Kindern eine solche Freude zu bereiten! Denn glaubt mir, es ist ein mega tolles und unbeschreibliches Gefühl. Und ich lege hiermit jedem, der nicht weiß in welche Richtung er gehen soll, diese Richtung ans Herz.. Es ist definitiv die Richtige!

Gruppe B

Für das Projektseminar wählte sich unsere Gruppe B, den Abenteuerspielplatz ABIX im Hasenbergl als soziale Einrichtung aus, und gestaltete dort einen Piraten-Mottotag. Mit einer großen Ralley aus verschiedenen kleinen Stationen von Kinderschminken bis Krabbencatchen, war von entspannten Basteleinheiten bis zu actiongeladenen Spielen alles geboten.
Da unser Projekt erst am Mittwoch stattfand, hatten wir auf dem Seminar noch umfangreich Zeit das ganze Projekt ausführlich vor zu besprechen und dem ganzen noch den letzten Schliff zu verpassen. Bei der Durchführung des Projekts lief dann alles glatt, wir haben uns die Arbeit gut aufgeteilt, sodass wir alles rechtzeitig vorbereitet hatten als die ersten Kinder kamen. Und so wurde es alles im Allem ein schöner Tag bei dem sowohl die Kinder als auch wir viel Spaß haben konnten, den wir dann mit einem Leckeren Essen beim Italiener ausklingen haben lassen.

Gruppe E

Unsere Gruppe E war beim Projektseminar in der Seniorenresidenz am Schliersee. Gemeinsam haben wir für die Bewohner des Altenheims ein Frühlingsfest mit verschiedenen Stationen zur Unterhaltung vorbereitet. Die Stationen bestanden aus einem spannenden Quiz, "Mensch ärgere Dich nicht" mit echten Menschen, einem "Hören und Riechen" - Ratespiel, Malen mit Fingermalfarben und einem Singkreis. Alle Stationen wurden von den Bewohnern sehr gut besucht und es war für uns eine riesen Freude zu sehen, wie wir die Senioren zum Lachen bringen konnten. Auf einer von uns ausgelegten Tapete konnten dann alle Bewohner, und wir natürlich auch, unseren Handabdruck mit Fingermalfarben hinterlassen. Abends haben wir dann für alle Senioren gegrillt. Dabei hatten wir dann noch die Gelegenheit uns mit den Bewohnern zu unterhalten, was für uns ein schöner Tagesabschluss war.
Bei der Einsatzstellenreflexion konnten wir nochmal mit unseren Teamern und der Gruppe über Problemsituationen oder bereits behobene Probleme in unseren Einsatzstellen reden und uns untereinander Tipps und Ratschläge geben und einen Einblick in die anderen Eisatzstellen bekommen.

Gruppe C

Im Rahmen des Projektseminars verbrachte unsere Gruppe C einen Tag mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Flüchtlingsheim in Neuhaus. Wir planten den Tag zusammen in der Gruppe und kauften den benötigten Proviant an den ersten Projekttagen gemeinsam ein. Zusammen mit den Jugendlichen unternahmen wir eine Wanderung entlang dem Hachelbach zu den Josephstaler Wasserfällen. Dort machten wir ein großes Picknick und genossen die Sonne und die schöne Aussicht. Zurück an der Jugendherberge veranstalteten wir ein Volleyballturnier und spielten gemeinsam bis es dunkel wurde. Am Lagerfeuer ließen wir den Abend mit Stockbrot ausklingen und sangen Lieder begleitet auf der Ukulele.
Für uns alle war der Tag eine tolle Erfahrung, da noch nicht viele aus der Gruppe näheren Kontakt mit Flüchtlingen hatten und sich an diesem Tag die Möglichkeit bot, persönliche Erfahrungsberichte und Geschichten der Jugendlichen zu hören. Auch sie zeigten Spaß beim Spiel und Austausch mit unserer Gruppe und man merkte, wie sie im Laufe des Tages immer offener und die Stimmung unbefangener wurde.

 

Livia Hübner, Freiwillige in Gruppe A,
Salice Babacan, Freiwillige in Grupp D,
Vincent Dehmel, Freiwilliger in Gruppe B,
Amelie Sengbusch, Freiwillige in Gruppe E,
Moritz Klippert, Freiwilliger in Gruppe C.